Arthrex Trochanternagelsystem

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00:00:06: Willkommen zur ersten Folge unseres Sales for Sales Trauma Podcast zum Troch-Antanagel.

00:00:11: In dieser Folge schauen wir uns die wichtigsten Features und klinischen Vorteile unseres Trochanternagelsystems

00:00:16: an, und diskutieren

00:00:17: welche Herausforderungen dieses System in der täglichen Praxis adressieren soll.

00:00:23: Trochanterfrakturen gehören zu den häufigsten Frakturen in der Unfallchirurgie – insbesondere bei älteren Patienten mit osteoporotischen Knochen.

00:00:32: Gleichzeitig stellen Sie hohe Anforderungen an Implantatdesign, chirurgische Technik und das Instrumentarium.

00:00:39: In dieser Folge gehen wir Schritt für Schritt durch die wichtigsten Elemente unseres Systems.

00:01:03: Beginnen wir mit dem Aufbau des Nagelsystems.

00:01:05: Unser Trochanternagelsystem umfasst drei unterschiedliche Nageltypen kurze Nägel Extended Short-Nägel Die sogenannten ES-Negel lange Nägel.

00:01:16: Diese Varianten erlauben es, das Implantat gezielt für unterschiedliche Frakturmuster einzusetzen.

00:01:22: Typische Indikationen sind intertrochanthäre und pertrochantherefrakturen sowie proximale subtrochanthere Frakturen für den kurzen oder den ES-Nagel.

00:01:33: Für distaler gelegene subtrohanthäre Frakturinnen oder kombinierte Fraktoren steht der lange Nagel zur Verfügung.

00:01:40: Eine Besonderheit des Artrexsystems sind die sogenannten Extended Shortnagle.

00:01:48: Der ES-Nagel kombiniert die mechanischen Vorteile eines langen intramedulären Nagels mit dem vereinfachten Handling eines kurzen Nagels.

00:01:58: Er weist die Länge und damit die biomechanische Stabilität eines langer Nagels auf.

00:02:03: Gleichzeitig kann bei diesem Nagel die Verriegelung, auf derselben Höhe wie bei einem kurzen Nagell

00:02:08: über das Zielgerät

00:02:09: durchgeführt werden.

00:02:11: Biomechanisch verteilt sich dadurch die Belastung G über einen längeren Abschnitt des Femurs.

00:02:18: Der ES-Nagel erstreckt sich durch den Istmus des Knochens, wodurch Spannungsspitzen am Implantatende potenzielle Pendleffekte und das Risiko von periprotetischen Frakturen wie sie bei kurzen Nägeln auftreten können signifikant gesenkt werden.

00:02:35: Das kann geradebei Patienten mit schlechter Knochenqualität helfen Belastungsspitzen im Femur schafft zu reduzieren.

00:02:42: Ein zentrales Feature des Systems ist die teleskopische Schenkelhaltsschraube.

00:02:47: Während der Frakturheilung tritt häufig ein kontrolliertes Zusammensinken, der Frakturfragmente auf – das sogenannte Nachsintern bei dem die Fragmente unter Belastung besser aneinandergedrückt werden und dadurch eine zusätzliche Kompression entsteht.

00:03:02: Bei vielen Systemen gleitet die Schenkelhaltschraube um einen Nachsintern der Fraktor zu ermöglichen im Nagel nach lateral.

00:03:10: Dies kann beim Patienten zu Weichteilirritationen und Schmerzen führen, und in seltenen Fällen einen Wechsel auf eine kürzere Schraube erforderlich machen.

00:03:18: Was einen zusätzlichen operativen Eingriff bedeuten würde.

00:03:22: Unser System verfolgt hier einen anderen Ansatz – der Kollaps oder das Nachsintern der Fraktur erfolgen innerhalb der Schenkelhaltsschraube selbst!

00:03:30: Das bedeutet dass sich der mediale Teil der Schrauben ins Innere zusammenziehen kann, während der äußere Teil gleich bleibt.

00:03:38: Dadurch wird verhindert, dass die Schraube lateral hervorsteht und Beschwerden verursacht.

00:03:43: Ein weiteres Feature ist die dreihundertsechzig-Gradverblockung der Schenkelhaltsschraube im Nagel.

00:03:48: Die Verriegelung erfolgt über einen Sicherungsring – einem sogenannten Sprengring, der intraoperativ aktiviert wird.

00:03:56: Dieser Ring verriegelt die Schnaube dreihundertsechsig Grad umlaufend im Nagl.

00:04:01: Dadurch werden die Rotation oder Migration der Schrauben im Nageln verhindern.

00:04:06: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Dynamisierung.

00:04:09: Diese Frakturen profitieren häufig davon, dass sich die Fraktur unter Belastung leicht setzen kann.

00:04:15: Das heißt – Die Fraktor kann unter Belasting im Verlauf nachgeben und sich verschieben.

00:04:20: Dadurch entsteht eine natürliche Kompression zwischen den Fragmenten was förderlich für die Knochenheilung ist.

00:04:27: Das Implantatdesign erlaubt eine kontrollierte Dynamisierung bis zu ein Zentimeter während der Frakturheilungen.

00:04:33: Der Kollaps erfolgt dabei innerhalb der Teleskop-Schraube, sodass die laterale Länge konstant bleibt.

00:04:40: Bei instabilen Frakturen kann zusätzlich ein Antirotationspin

00:04:43: oder

00:04:44: Schraube eingesetzt werden – die optional über eine spezielle Endkappe fixiert werden kann.

00:04:57: Das kann besonders relevant sein bei osteoporotischem Knochen oder komplexeren Frakturmorphologien, die eine hohe Instabilität aufweisen.

00:05:06: Wenn während der Implantation der Schenkelhalsschraube eine Rotationsinstabilität auftritt, kann eine fünf Millimeter Anti-Rotationsschrauben verwendet werden um die Rotation des Hüftkopfes zu verhindern.

00:05:18: Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die linksdrehende Teleskop-Schenkelhaltschraube.

00:05:23: Die Teleskop Schenkelschaub mit Linksgewinde basiert auf derselben Technologie wie die rechtsdrehende Standard-Teleskop Schenkelhaltsschraube.

00:05:32: Sie verfügt über ein Linksgewinde, das bei linksseitigen Hüftfrakturen dem Risiko eines Repositionsverlusts während der Implantation entgegenwirken kann – indem es den auf das fragmentwirkenden Kräften insbesondere durch den Ilyopsoas und die Gelenkkapsel aktiv entgegend wirkt.

00:05:50: Auch die distale Verriegelung bietet mehrere Optionen.

00:05:53: Der kurze Nagel verfüght über ein statisches und ein dynamisches Verriegelungsloch.

00:05:59: Damit kann die Stabilität an das jeweilige Frakturmuster angepasst werden, in bestimmten Situationen kann später auch eine sekundäre Dynamisierung erfolgen.

00:06:08: Trotz moderner Implantate bleibt die chirurgische Technik entscheidend.

00:06:12: Die entscheidenden Faktoren sind Eine stabile Reposition der Fraktur Ein korrekte Eintrittspunkt, der typischerweise an der Spitze des Trochanter Major liegt sowie eine zentrale Position der Schenkelhaltschraube, sowohl in der AP als auch in der lateralen Ansicht.

00:06:31: Die Schraube sollte idealerweise center-center oder leicht inferior positioniert werden.

00:06:36: Bei instabilen Frakturen kann zusätzlich einer Antirotationsschraube oder ein Antirrotationspin sinnvoll sein um die Rotationsstabilität zu erhöhen.

00:06:47: In diesem Fall platziert man die Schenkelschrauben weiter inferior sprich näher am medialen Kalka.

00:06:54: Erstens, das System bietet verschiedene Nageloptionen für unterschiedliche Frakturmuster und Anforderungen.

00:07:01: Zweitens der ES-Nagel kombiniert die Länge- und biomechanische Stabilität eines langen Nagels mit der einfachen distalen Verriegelung eines kurzen Nagels.

00:07:12: Drittens Die teleskopische Schenkelhaltschraube ermöglicht ein kontrolliertes Gleiten zur Frakturkompression ohne dabei nach lateral zu migrieren.

00:07:20: Viertens Sorgt für eine stabile Fixation der Schraube im Nagel.

00:07:27: Fünftens, entscheidend für den klinischen Erfolg bleibt jedoch die korrekte chirurgische Technik.

00:07:36: In dieser ersten Folge haben wir uns die wichtigsten Features unseres Trochanter Nagelsystems angeschaut.

00:07:41: In den nächsten Folgen sprechen wir darüber welche unterschiedlichen Designkonzepte bei Trochanternagelsystemen existieren und wie sich die verschiedenen Systeme biomechanisch voneinander unterscheiden.

00:07:52: Vielen Dank fürs Zuhören!

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